KI, Rollen & Workforce 2035
Integrierter Ansatz für KI‑getriebene Arbeitsarchitektur: Ergebnis‑Journeys, Rollenmix, Human+AI‑Arbeit, Workforce‑Szenarien und messbare Transformation bis 2035.
Autoren: Nicole Fabig-Grychtol und Ralf Hendrik Kleb
Digitalisierung und KI verändern Arbeit nicht auf Job‑, sondern auf Aufgabenebene. Dadurch verschieben sich Workflows, Rollen, End‑to‑End‑Prozesse und Kundenanforderungen gleichzeitig. Reine Prozessautomatisierung greift zu kurz, weil Ergebnislogik, Kernaktivitäten, Verantwortlichkeiten und Kontrollpunkte neu geordnet werden müssen. Ein integrierter Ansatz verbindet technologische Entwicklungen, Kundenbedarfe, Wertströme, Rollen, Skills, Agenten und Workforce‑Szenarien zu einer belastbaren Architektur, die messbare Wirkung ermöglicht.
Methodischer Kern und Designprinzipien
Der methodische Kern verbindet externe Treiber, Kundenanforderungen, Wertschöpfungslogik und konkrete Arbeit zu einem integrierten Transformationsansatz. Kernaktivitäten dienen als gemeinsame Einheit zwischen Ergebnis, Prozess und Rolle und verhindern Doppelzählung sowie lokale Optimierung. Die sechs Designprinzipien schaffen Klarheit über Ergebnisfluss, Verantwortlichkeiten, Evidenz und Wertrealisierung und bilden die Grundlage für belastbare Entscheidungen und eine konsistente Transformationsarchitektur.
Ergebnis-Journeys und End-to-End-Architektur
Ergebnis-Journeys übersetzen Stakeholderbedarfe in messbare, verantwortete Wertflüsse über Bereiche, Touchpoints und Systeme hinweg. Der künftige Ergebnisfluss wird rückwärts vom gewünschten Ergebnis entworfen und erst danach mit dem Ist-Prozess gespiegelt. Dadurch entstehen klare Ergebnisgrenzen, Datenobjekte, Kontrollen und KPI. Die E2E-Arbeitsarchitektur verbindet diese Logik mit Hauptaufgaben und Kernaktivitäten und macht Wirkung, Friktionen und Verantwortlichkeiten steuerbar.
Work, Rollen & Human+AI
Arbeit wird entlang konkreter Kernaktivitäten neu geschnitten, statt pauschal auf Jobebene bewertet. AUT, AUG und HUMAN werden getrennt modelliert, um realistische Automatisierungs- und Augmentationspotenziale zu bestimmen. Rollen, Skills und Agenten entstehen aus der Arbeitswirkung und den Anforderungen an Unsicherheit, Materialität und Haftung. Dadurch wird sichtbar, welche Aufgaben neu verteilt, welche Kompetenzen aufgebaut und welche Human‑in‑the‑Loop‑Mechanismen erforderlich werden.
Workforce Planning, Szenarien & Umsetzung
Workforce Planning macht Veränderungen über Supply, Demand und Gap quantifizierbar und verbindet Rollen, Skills, Kapazitäten und Szenarien zu einem belastbaren Modell. Maßnahmen werden entlang Build-, Buy-, Borrow-, Bot-, Bind- und Move‑Optionen strukturiert. Pilotierung, Adoption, Abschaltung und Wirkungsnachweis sichern messbare Nettoeffekte, während Transfermechanismen erfolgreiche Muster in den Regelbetrieb überführen.
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